Vaude Solarladegerät VD-2250

Die eigene Solaranlage auf Rucksack, Zelt oder am Fahrrad? Das Vaude Solarladegerät VD-2250 ist genau auf diese Einsatzorte ausgelegt. Aber produziert es dabei auch wirklich ausreichend Strom für Kamera und Co.? Der folgende Test geht dieser Frage auf den Grund.

Vaude Solarladegerät VD 2250

Test

Das Solarladegerät VD-2250 von Vaude wird mit folgender Ausstattung geliefert:

  • Multikabel mit fünf Steckern
  • neun zusätzliche Adapter
  • LED-Anzeige für Ladestatus
  • zwei wetterfeste Solar Paneele
  • Tasche für Ladegerät und Kabel
  • Multibefestigung auf der Taschenrückseite
  • Solarladegerät mit drei wiederaufladbaren Akkus
  • Bedienungsanleitung

 

Zuerst fällt positiv auf: Das ganze Zubehör kann in der Tasche hinter den Solar Paneelen verschwinden. Das ist praktisch und kompakt, Zuhause und auf Touren.

Erster Eindruck:

Nach der angenehmen Entdeckung, dass die integrierte Tasche alles fasst und das Gerät über eine praktische LED-Taschenlampe verfügt, stellt sich direkt ein wenig Ernüchterung ein. Das Ladegerät lässt sich leider nicht mit bloßer Intuition bedienen und ein Blick auf die, sehr kompakt gehaltene, Bedienungsanleitung beantwortet leider auch nicht alle Fragen. Zudem wirken die Ein- und Ausgänge am Ladegerät nicht sehr stabil. Positiv fallen aber die zahlreichen Stecker und Adapter auf, die auf alle gängigen Telefone, Kameras und GPS-Geräte passen. Auch die Multifixierung auf der Taschenrückseite lässt keine Wünsche offen. Und zwei weitere Pluspunkte: Das Ladegerät kann nicht nur per USB-Kabel am Computer aufgeladen werden, sondern fasst auch andere wiederaufladbare Akkus.

Inbetriebnahme:

Das Vaude Solarladegerät VD-2250 an Rad oder Rucksack befestigen, Ladegerät einschalten und auf die richtige Funktion umschalten, mit den Solar Paneelen verbinden und sicher in der Tasche verstauen. Mehr braucht es erst einmal nicht. Neben dem alleinigen Aufladen der Akkus ist es zudem auch möglich, direkt ein Telefon oder anderes Gerät anzuschließen und aufzuladen.

Auf Tour:

5,5h direkter Sonneneinstrahlung sind – laut Hersteller – nötig, um die Akkus vollständig zu füllen. Klingt erst einmal nicht viel, vor allem, wenn das Gerät auf Tour direkt am Rucksack oder auf dem Fahrrad befestigt wurde. Beim ersten Versuch offenbart sich hier aber ein Denkfehler. Denn, 5,5h mit voller Montur in direkter Sonne zu laufen ist nicht nur anstrengend, sondern auch kaum machbar.

Also muss das Gerät mit Baumschatten zurechtkommen und erhält nur bei Verschnaufpausen der Träger ein Sonnenbad. Natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt. Und dadurch steigt die Ladezeit in unerwartete Höhen. Selbst nach einem ganzen sonnigen Tag klettert die LED-Anzeige gerade mal auf 50%.

Anders auf dem Südbalkon. Hier lädt sich das Vaude Solarladegerät VD-2250 vollständig und überschreitet die angegebene Zeit dabei nur leicht.

 

Vor- und Nachteile im Überblick:

  • kompakt und wetterfest
  • passt durch 14 Stecker auf eine Vielzahl von Geräten
  • spielend einfach zu befestigen
  • kann am Computer aufgeladen werden
  • Akkus können einfach ausgetauscht werden
  • durch Multistecker muss unnötiges Gewicht mit auf die Tour
  • Ladezeit im Praxistest deutlich länger als angegeben
  • sehr kleine Solar Paneele

Fazit:

Das Vaude Solarladegerät VD-2250 ist ein kompakter Begleiter und durch die austauschbaren Akkus und die zahlreichen Adapter auch vielseitig. Im Praxistest offenbaren sich aber leider einige Denkfehler und auch die Bedienung bedarf ein wenig Übung. Vorher aufgeladen und mit zusätzlichen, ebenfalls bereits vollen Akkus im Gepäck ist es aber eine praktische, mobile Steckdose für kurze und längere Touren.

2 Kommentare
  1. Antworten
    Markus 15. Mai 2013 at 11:58

    Ist das nich auch ein wenig blöd wenn man z.B. Bergsteigen geht und das Teil an dem riesen Rucksack dann nich genug Sonne bekommt? Und immer mit dem Rücken zur Sonne zu klettern is ja auch nich machbar 😀

  2. Antworten
    Albert Rost 30. Juni 2013 at 09:28

    zu den Kommentaren die es schlecht finden, das eine Solarzelle tatsächlich Sonneneinstrahlung braucht.
    kauft euch lieber ein Taschen-Kern-Kraftwerk.
    Solar kommt von Sonne und wer eine Solarzelle erfindet die ohne Sonne aufläd ist ein gemachter Mann.
    A. Rost

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